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WB Wohnsiedlungen Moosach

Städtebaulich-freiraumplanerischer Planungswettbewerb

Das Konzept der „offenen und gegliederten Stadt“ der 1950/60er Jahre in Zeiten des Klimawandels bietet große Chancen für die behutsame Umformung von einer ehemaligen reinen Wohnsiedlung auf ca. 35 ha zu einem hochwertigen Quartier mit guter Grünausstattung.

Aus einem zuvor überdimensionalen Straßenraum soll eine neue zentrale lebendige Mitte geschaffen werden. Die trennende Wirkung der Straße wird aufgehoben, stattdessen wird sie zur grünen Begegnungszone mit vielen Angeboten für die Bewohner des Quartiers transformiert. In der unmittelbaren Umgebung finden sich ein Bildungslokal, Nachbarschaftstreff, Streetwork, Erziehungsberatungsstelle, Gesundheitszentrum, Tages- und Nachtpflege für Senioren, Co-Working Spaces und gastronomische Angebote. Der vorgeschlagene Mix aus Erhalt, Ergänzung und Neubebauung bietet die Möglichkeiten für vielfältige Wohnformen unterschiedlichster Zielgruppen.

Zu den Zeilenbauten gesellen sich Kopfbauten in unterschiedlichen Größen und unterschiedlichen Wohn- und Nutzungskombinationen dazu. Damit wird die Erkennbarkeit der einzigartigen städtebaulichen Struktur und ihrer architektonischen Typologie gewährleistet und eine Durchlässigkeit der städtebaulichen Struktur bleibt erhalten. Begrünte Laubengänge in Kombination mit Terrassen übernehmen die Erschließung an den schmalen Gebäuden werden zum lebendigen Treffpunkt der Bewohner.

Schalltechnisch kritische Quartiersbereiche und am Mittleren Ring werden durch bauliche Maßnahmen entschärft. Soweit als möglich werden die Lücken zwischen den bestehenden Baukörpern durch dreigeschoßige Baukörper mit hohem Sockelgeschoss und mit bis zu viergeschossigen Wohngebäuden ergänzt. Die Zwischenräume zwischen Neubauten und den Bestandsgebäuden sind soweit minimiert, dass zu erwarten ist, dass ein geringer Schalleintrag in das Quartier stattfindet. Die Höhen der Gebäude wurden so gestaltet, dass die sich dahinter befindlichen Bestandsfassaden innerhalb des Quartiers durch die abschirmende Wirkung der Neubauten schalltechnisch wesentlich aufgewertet werden. Zusammen mit der durch die Kindergärten notwendige Tempo 30 Zone verringern eine 3 m hohe geschlossene Schallschutzwand und punktuell gehaltenen Glaswänden zwischen den Neubauten und Bestand den Schalleintrag ins Gebiet deutlich.

Der ruhende Autoverkehr soll in den Siedlungsgebieten zurückgedrängt, der Radverkehr gestärkt und zielgerichtet ergänzt, sowie die fußläufigen Wege attraktiver gestaltet werden. Gestützt werden diese Ziele durch ein flächendeckendes Mobilitätskonzept. Das dichte Fußwegenetz bleibt erhalten und wird verbessert.

Freiräume sind öffentlich und halböffentlich der Gemeinschaft gewidmet. Die ergänzten, durchlässigen Flach bauten definieren halboffene Hochbereiche, die mit unterschiedlichen landschaftlichen Themen bespielt werden. Es werden zusätzlich Gemeinschaftsgärten („Urban Gardening“) auf den Dächern der Flachbauten angeboten.

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Ausloberin:Landeshauptstadt München
Wettbewerb:nicht offener Planungswettbewerb
Landschaftsarchitektur:P 38 Landschaftsarchitekten - Stadtplaner PartG mbB
Platzierung: 2.Preis

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